Blutzeuge der Bewegung

 

 

1924

 

 

Rudolf Eck

(*16. Februar 1907, † 5. März 1924 in Gehren, Thüringen)
 

 

Rudolf Eck war ein Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.

 

"Vom Jungsturm kommen der Helden so viel...", so lautet eine Zeile des Gedichtes "Heil Jungsturm!", das der fast siebzehnjährige Rudolf Eck aus Langewiesen in Thüringen im Jahre 1924 schrieb. Rudolf Eck ist einer der Jungen, die der Stolz des deutschen Volkes sind. Er gehörte der ältesten deutschen Jugendbewegung, dem Jungsturm, an, war Führer der Jungsturm- Abteilung Langwiesen. Schon zu der Zeit, als Adolf Hitler hinter den Mauern der Festung Landsberg schmachtete, marschierte Rudolf Eck hinter der Fahne mit dem Hakenkreuz, war er Vorkämpfer für den einstigen Sieg. Er nahm teil am „Deutschen Tag" in Jena am 2. und 3. März 1924, der zum Bekenntnis vieler tausend Deutscher zu einem freien Großdeutschland wurde. Nach dem 9. November 1923, der für die nationalsozialistische Bewegung den Verrat von München brachte, züngelte der Marxismus in allen Orten Deutschlands von neuem auf, fühlte sich stark und glaubte den Gegner vernichtet zu haben. Ungeheuerlich war daher ihre Wut aufgestachelt, als sie am Tag von Jena sehen mussten, dass das Hakenkreuzbanner sich kraftvoll entfaltete. Rudolf Eck, der rührige, von leidenschaftlicher Vaterlandsliebe beseelte Jungstürmer, trug, wo er nur konnte, seinen Teil zur Erstarkung der Bewegung bei. Das wussten die Roten, und sie hassten ihn. Bis er am 5. März 1924, morgens 1 Uhr, von einer „Deutschen Spinnstube", an der er teilnahm, aus dem benachbarten Gehren zum Elternhaus heimkehren wollte, lauerten ihm drei kommunistische Meuchelmörder auf, schlugen in unglaublicher Rohheit auf den Einzelnen mit einer Zaunlatte ein und ließen ihn dann bewusstlos am Wegrand liegen.

 

Am Morgen wurde er gefunden, noch ohne Besinnung, aus der er nicht mehr erwachte. Seine Eltern fanden ihn schon bleich und still. Er fiel als einer der ersten Kämpfer für das Dritte Reich. Ein roter Staatsanwalt beantragte gegen die Mörder drei Monate Gefängnis, das Gericht verurteilte sie zu drei Jahren Gefängnis.

 

Das Rudolf-Eck-Denkmal in Gehren

 

"Weil er einen Hitleranzug trug", gab der Beschuldigte im Prozeß an, habe er den 16-jährigen Rudolf Eck zusammengeschlagen. Gemeint war die damals in der SA noch übliche Windjacke mit der Hakenkreuzarmbinde und eine Segeltuchmütze mit dem Abzeichen der NSDAP. Gekannt habe er den Toten zuvor nicht.

 

 

Rudolf von Henke

(* 1906, † 1. Juli 1924)

 

 

Rudolf von Henke war ein Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.

 

 Der achtzehnjährige Rudolf von Henke aus Hindenburg in Oberschlesien trug als einer der ersten in seiner Heimat stolz die Hitlermütze. Im Reichstagswahlkampf des Jahres 1924 warb er für Adolf Hitler. Wo Deutschbewusste Menschen zusammenkamen, war der junge Rudolf von Henke dabei. Am 29. Juni 1924 fand in Hindenburg ein großer Aufmarsch der vaterländischen Verbände statt anlässlich der Einweihung eines Gedenksteines für die gefallenen Helden des Weltkrieges. Rudolf von Henke marschierte mit, und vor dem Heldenmahl flammte in seinem jungen Herzen der Schwur auf, Kämpfer zu sein für das Vaterland, wie jene zwei Millionen Soldaten, die in Feindesland für die Verteidigung Deutschlands starben.

 

Auf dem Heimweg wurde er von drei Kommunisten überfallen. Seine Hitlermütze wollten sie ihm herunterreißen, als er sich wehrte, schossen sie ihn nieder. Und noch als er wehrlos, getroffen am Boden lag, schossen die Mörder weiter auf ihn. Am 1. Juli 1924 gab Rudolf von Henke sein junges Leben als Vorkämpfer für das Dritte Reich.

 

 

Artur Prack

(* 4. Oktober 1896, † 5. Dezember 1924 in Pirmasens)

 

 

Artur Prack war ein Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.

 

Am Sterbebett wird Pg. Artur Prack in Pirmasens getraut, den Tod vor Augen. Reichsbannerleute haben im bayerischen Landtagswahlkampf eine nationalsozialistische Versammlung planmäßig überfallen. Bei der Gegenwehr der Nationalsozialisten erhält Prack einen Bauchschuss, dem er am 5. Dezember 1924 erliegt. Der Täter ist seitdem verschwunden.

 

In einem Nachruf seiner Kameraden hieß es:

 

Er kämpfte für Deutschland im Weltkrieg

Er litt um Deutschland in der Gefangenschaft,

Er blieb stark und trotzig in Schmach und Schande

Und er starb für Deutschland, damit es lebe!

 

Zurück